Mammographie-Screening senkt Brustkrebstodesfälle in Deutschland um bis zu 30 %!
Entdecken Sie die Auswirkungen des 20-jährigen Mammographie-Screening-Programms in Deutschland, das eine deutliche Senkung der Brustkrebs-Sterblichkeitsraten aufzeigt.

Mammographie-Screening senkt Brustkrebstodesfälle in Deutschland um bis zu 30 %!
Jüngste Studien zeigen, dass das seit langem etablierte Mammographie-Screening-Programm in Deutschland die Brustkrebs-Sterblichkeitsrate in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich gesenkt hat, was einen tiefgreifenden Fortschritt für die Gesundheit von Frauen darstellt. Entsprechend AZ Online Die Screening-Initiative, die Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren alle zwei Jahre zu einer Röntgenuntersuchung einlädt, hat entscheidend zur Früherkennung von Brustkrebs beigetragen und letztendlich die Zahl der Todesfälle um 20 bis 30 Prozent gesenkt.
Die Statistiken sprechen Bände: Von 1.000 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren, die sich von der Vorsorgeuntersuchung abmelden, sterben etwa 19 wahrscheinlich an Brustkrebs. Im Gegensatz dazu sinkt diese Zahl bei den Teilnehmern auf 13 bis 15. Bei jährlich etwa 75.000 neuen Brustkrebserkrankungen in Deutschland ist die Wirkung dieses Screenings unbestreitbar erheblich. Die über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgeführte Studie umfasste Daten von etwa zehn Millionen Frauen und die Ergebnisse unterstreichen, dass Frauen, die sich regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen beteiligen, ihr Risiko, an Brustkrebs zu sterben, deutlich senken.
Den Screening-Prozess verstehen
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Mammographie-Screening-Programms liegt auf Qualität und Zugänglichkeit Tagesschau unter Hinweis darauf, dass es derzeit landesweit 95 zertifizierte Screening-Zentren gibt. Doch trotz aller Erfolge erreicht die Teilnahme nicht ihr volles Potenzial, da sich etwa die Hälfte der berechtigten Frauen dazu entschließt, diesen wichtigen Gesundheitscheck zu überspringen. Einige nennen Unannehmlichkeiten aufgrund des Röntgenverfahrens oder Bedenken hinsichtlich falsch positiver Ergebnisse als wichtige Gründe für die Nichtteilnahme.
Dennoch bestehen Gesundheitsexperten wie Tanja Fehm, eine gynäkologische Onkologin, darauf, die Vor- und Nachteile einer Teilnahme abzuwägen. Zwar bestehen Bedenken hinsichtlich einer Überdiagnose, wenn harmlose Tumoren identifiziert werden, doch die Vorteile einer rechtzeitigen Erkennung können diese Risiken bei weitem überwiegen. Darüber hinaus ist die Bundesministerium für Gesundheit betont die Bedeutung fundierter Entscheidungen von Frauen hinsichtlich ihrer Beteiligung am Screening.
Auf weitere Bedenken eingehen
Ein weiterer kritischer Aspekt, der in mehreren Berichten hervorgehoben wurde, betrifft die möglichen Auswirkungen der Mammographie auf Frauen mit dichtem Brustgewebe. Das aktuelle Screening-Programm kann diesen Personen möglicherweise nicht ausreichend dienen, wie die Empfehlungen der European Society of Breast Imaging betonen, alle zwei bis vier Jahre MRT-Screenings für Frauen mit extrem dichten Brüsten durchzuführen. Allerdings sind diese MRTs für die Frauen in der Regel mit Kosten verbunden, es sei denn, sie weisen nachweislich ein höheres Brustkrebsrisiko auf.
Während weiterhin darüber diskutiert wird, wie das Programm am besten verbessert werden kann, plädieren Beamte des Bundesamtes für Strahlenschutz dafür, das Eintrittsalter für die Vorsorgeuntersuchung von 50 auf 45 Jahre zu senken. Vorläufige Schätzungen deuten darauf hin, dass eine solche Änderung die Sterblichkeitsrate in dieser jüngeren Bevölkerungsgruppe um rund 20 Prozent senken könnte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Mammographie-Screening-Programm eine lobenswerte Initiative ist, von der Zehntausende Frauen in ganz Deutschland profitieren. Zu Beginn seines dritten Jahrzehnts bleibt die Herausforderung klar: sicherzustellen, dass alle berechtigten Frauen informiert, ermutigt und in der Lage sind, an diesem lebensrettenden Programm teilzunehmen, und gleichzeitig die Nuancen individueller Gesundheitsrisiken und die Vorteile modernster Diagnosemethoden zu berücksichtigen.