Monroe County kürzt Budget, zieht sich aus Klimapakt zurück: Wie geht es weiter?
Broward County sieht sich angesichts der Debatten über die Katastrophenvorsorge mit Budgetkürzungen konfrontiert, die sich auf Rettungsdienste und Klimainitiativen auswirken.

Monroe County kürzt Budget, zieht sich aus Klimapakt zurück: Wie geht es weiter?
In einer bedeutenden Verschiebung schnallt Monroe County seinen Finanzgürtel für das kommende Geschäftsjahr, das am 1. Oktober beginnt, enger. Das vorgeschlagene Budget beläuft sich auf 678,5 Millionen US-Dollar, was einer Kürzung von etwa 5 % entspricht. Zu den folgenreichsten Entscheidungen gehört der Austritt des Landkreises aus dem Southeast Florida Regional Climate Compact, der seit langem ein entscheidender Akteur bei der Koordinierung von Strategien gegen den Anstieg des Meeresspiegels und Überschwemmungen in der Region ist. Dieser Schritt wird dem Landkreis rund 100.000 US-Dollar einsparen, signalisiert aber auch potenzielle Unsicherheit über zukünftige Bemühungen zur Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels im Südosten Floridas. Der Pakt war seit seiner Gründung im Jahr 2009 von entscheidender Bedeutung, doch nun, nach dieser Haushaltsentscheidung, scheint die Zukunft der Kooperationsstrategien unklar, da Diskussionen unter den verbleibenden Mitgliedern geplant sind.
Parallel zum Rückzug werden im Haushalt 40 Stellen gestrichen, von denen derzeit die Hälfte besetzt ist. Zu den betroffenen Positionen gehören wichtige Positionen wie der Leiter des Überschwemmungsgebietsbetriebs und mehrere Mitarbeiter, die an Rettungsdienste gebunden sind. Der Leiter des Rettungsdienstes des Landkreises wird nun auch die langfristige Planung überwachen, was die ohnehin schon anspruchsvolle Aufgabe noch komplexer macht. Mittlerweile gewinnen kostenlose und ermäßigte Mitfahrgelegenheiten an Bedeutung, ein Schritt, der die Mobilität vieler Bewohner beeinträchtigen könnte.
Die Herausforderungen der FEMA wachsen
Während Monroe County seine Prioritäten neu ausrichtet, geschieht dies vor dem Hintergrund umfassenderer Herausforderungen, denen sich die Federal Emergency Management Agency (FEMA) gegenübersieht. Deanne Criswell, die ehemalige FEMA-Administratorin, warnt vor den Personal- und Budgetengpässen innerhalb der Agentur. Unter der Trump-Regierung hat die FEMA etwa 2.000 festangestellte Mitarbeiter entlassen, was etwa einem Drittel ihrer Belegschaft entspricht. Criswell betont, dass dieser Verlust wichtige Führungskompetenzen und institutionelles Wissen umfasst, die für eine wirksame Katastrophenhilfe erforderlich sind, insbesondere jetzt, da die Hurrikansaison im Gange ist und die Katastrophenhäufigkeit aufgrund des Klimawandels zunimmt.
Die Auswirkungen dieser Personalkürzungen sind bereits sichtbar. Die FEMA hat mit einer Personallücke von 35 % zu kämpfen, da die Nachfrage nach Katastrophenmanagement und Wiederherstellungsbemühungen steigt. Bei gleichzeitig auftretenden Krisen führt ein reduzierter Personalbestand unweigerlich zu einer Verlangsamung der Reaktionszeiten und zu einer Beeinträchtigung der Wiederherstellungsprozesse. Da die FEMA derzeit von David Richardson geleitet wird, einem Trump-Beauftragten ohne vorherige Erfahrung in der Katastrophenhilfe, wachsen die Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Agentur, effektiv auf Naturkatastrophen zu reagieren.
Budgetkürzungen wirken sich auf die Vorbereitung aus
Die Herausforderungen der FEMA kommen zu einem prekären Zeitpunkt, da das Land sich Tornadoausbrüchen nähert und die Hurrikansaison ihren Höhepunkt erreicht. Der von Präsident Trump vorgeschlagene Haushaltsplan für 2026 sieht eine satte Kürzung der FEMA um 646 Millionen US-Dollar vor, wodurch die Ressourcen noch knapper werden. Im Rahmen dieser aggressiven Haushaltsreform werden ziemlich wichtige Programme gestrichen, darunter das Building Resilient Infrastructure and Communities Program (BRIC), das vollständig eingestellt wurde. Darüber hinaus steht auch die Finanzierung verschiedener Bereitschaftszuschüsse auf dem Spiel, was Anlass zur Besorgnis über die künftige Wirksamkeit des Notfallmanagements auf allen Ebenen gibt.
Die Besorgnis über mögliche Verzögerungen bei der Katastrophenhilfe geht über die Personalprobleme der FEMA hinaus. Das IRS hat seit Trumps Amtsantritt auch seine Belegschaft um 26.000 Mitarbeiter reduziert, was die Fähigkeit der FEMA beeinträchtigt, Katastrophenopfern die Unterstützung zu bieten, die sie benötigen. Die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit anderen Behörden wie der NOAA bleibt von entscheidender Bedeutung, insbesondere da die FEMA prüft, wie sie ihre Verantwortung angesichts dieser weitreichenden Kürzungen bewältigen kann.
Während Monroe County einen Balanceakt zwischen seinem Haushalt und seiner Rolle im laufenden Klimaschutz vollzieht, erhöht die sich entwickelnde Krise der FEMA die Dringlichkeit nur noch weiter. Anwohner und Beamte fragen sich gleichermaßen, was die Zukunft bringt, da sich erhebliche Mittelkürzungen abzeichnen und die Zusammenarbeit an mehreren Fronten vor Herausforderungen steht.