Richter fordert Plan zur Pflege von Delfinen inmitten der Räumungsschlacht im Meerwasseraquarium
Ein Bundesrichter betont die Pflege von Delfinen im Verkaufsprozess der Dolphin Company, während Miami-Dade die Räumung des Seaquariums anstrebt.

Richter fordert Plan zur Pflege von Delfinen inmitten der Räumungsschlacht im Meerwasseraquarium
Der heikle Tanz zwischen Tierschutz und kommerziellen Interessen entfaltet sich in Florida weiterhin, insbesondere im Hinblick auf die Zukunft der Meeresparks und ihrer Wasserbewohner. Jüngste juristische Entwicklungen deuten darauf hin, dass der Schwerpunkt verstärkt auf der Gewährleistung der Sicherheit und angemessenen Pflege von Delfinen während des laufenden Verkaufsprozesses im Zusammenhang mit problematischen Meeresattraktionen liegt.
Am 24. Juli 2025 äußerte die Bundesinsolvenzrichterin Laurie Selber Silverstein erhebliche Bedenken hinsichtlich der Absichten der Dolphin Company, ihre touristischen Meeresattraktionen zu verkaufen. Bei einer kürzlichen Anhörung betonte sie die Notwendigkeit umfassender Einzelheiten darüber, wie Delfine während des gesamten Verkaufsprozesses gepflegt und transferiert werden, und betonte die Komplexität, die mit der Umsiedlung von Meerestieren verbunden ist (KBI Independent). Rechtsanwalt Jared Kochenas erkannte die Bedenken des Richters an und erklärte, dass der Verkaufsplan geändert werde, um Tiersicherheitsanforderungen aufzunehmen, um sicherzustellen, dass die Aufsichtsbehörden ordnungsgemäß benachrichtigt würden.
Aktuelle Meeresattraktionen im Wandel
Erschwerend kommt hinzu, dass Miami-Dade County eine Räumung des Miami Seaquariums anstrebt und geltend macht, dass es keinen gültigen Mietvertrag für das dem County gehörende Grundstück auf Virginia Key gebe. Dieser Veranstaltungsort, der einst als Heimat der Fernsehserie „Flipper“ gefeiert wurde, sieht sich nun mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert und erfordert dringende Sicherheitsrenovierungen. Diese Faktoren haben die Rentabilität erheblich beeinträchtigt und das ohnehin schon besorgniserregende Szenario für das Meeresleben in Südflorida noch verschärft.
Berichten zufolge gehört das Seaquarium zu den verschiedenen Objekten, die einer Prüfung unterzogen werden, wobei Richter Silverstein den neuen Eigentümern zusätzliche Zeit einräumt, um ein Auktionsverfahren für rund 30 Parks weltweit einzurichten, mit Ausnahme des Miami Seaquariums. Während sich die Situation weiterentwickelt, werden im nächsten Monat weitere Argumente bezüglich des Seaquariums angehört, wobei seine historische Bedeutung sowie das Wohlergehen seiner Tiere im Auge behalten werden (KBI Independent).
Die besorgniserregende Schließung der Golfwelt
Die Notlage des Meereslebens wird durch die kürzliche Schließung des Gulf World Marine Park in Panama City Beach noch deutlicher, in dem fünf Delfine starben und der nach einer bewaffneten Übernahme mit dem Bankrott zu kämpfen hat. Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes haben die Aufmerksamkeit verschiedener Aktivisten auf sich gezogen, die um die verbleibenden Delfine und Robben fürchten, die in Einrichtungen der Dolphin Company umgesiedelt werden sollen (News Herald).
Die Umsiedlungsbemühungen werden von der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission überwacht. Allerdings wurde das Miami Seaquarium selbst wegen seiner Bedingungen und Praktiken einer genauen Prüfung unterzogen, einschließlich Augenproblemen, die bei Seehunden dokumentiert wurden, was den Umzug zu einem umstrittenen Thema machte. Die ehemalige Meeressäugetiertrainerin Valerie Greene hat Kritik an den Transportentscheidungen geäußert und die schlechte Wasserqualität als ständiges Problem angeführt, das zu diesen Gesundheitsproblemen führt.
Die Dringlichkeit der Umsiedlung verbliebener Delfine und Robben aus Gulf World wurde durch die bedauerliche Entwicklung der Tiersterblichkeit noch verstärkt, was zu einer steigenden Zahl unterzeichneter Petitionen führte, in denen eine Kontrolle des Kongresses über die Durchsetzungsmängel im Bereich Tierschutz sowohl durch das USDA als auch durch die NOAA gefordert wurde. Bis Ende Juni hatte diese Petition über 2.200 verifizierte Unterschriften gesammelt (News Herald).
In einer breiteren Diskussion über Tierrechte angesichts finanzieller Möglichkeiten gerät die Rolle von Institutionen wie dem USDA in die Kritik. Befürworter wie Emily Lively von der PETA Foundation haben auf den Personalmangel hingewiesen, der eine angemessene Überwachung öffentlicher Ausstellungstiere erschwert, was einen robusteren Ansatz erfordert, um ihre Sicherheit bei diesen Übergängen zu gewährleisten (KBI Independent).
Während sich diese Geschichte entfaltet, dient sie als eindringliche Erinnerung daran, dass das Interesse am Profit nicht die Verantwortung für den Schutz und die Pflege unseres Meereslebens überschattet. Angesichts der bevorstehenden juristischen Debatten und der anhaltenden Tierumsiedlungen steht die Zukunft dieser geliebten Wale auf dem Spiel.