Wahlverzögerung in Miami löst Klage aus: Ist sie verfassungswidrig?
Miami-Dade County steht vor einer rechtlichen Anfechtung wegen einer umstrittenen Verordnung zur Verzögerung der Kommunalwahlen, die verfassungsrechtliche Bedenken aufwirft.

Wahlverzögerung in Miami löst Klage aus: Ist sie verfassungswidrig?
In einer Wendung der Ereignisse, die in der Magic City für Kontroversen und Debatten gesorgt hat, hat ein Einwohner von Miami eine Klage gegen die Stadt eingereicht und damit eine neue Verordnung in Frage gestellt, die die Kommunalwahlen um ein Jahr verschiebt. In dieser Beschwerde wird behauptet, das Gesetz verstoße gegen Verfassungsbestimmungen und wurde vor dem Hintergrund alarmierender Warnungen von Staatsbeamten hinsichtlich seiner Rechtmäßigkeit erhoben.
Entsprechend Gesetz360 Die Klage richtet sich direkt gegen die von der Miami City Commission verabschiedete Verordnung, mit der die ursprünglich für 2025 geplanten Kommunalwahlen auf 2026 verschoben wurden. Die Verordnung wurde am 26. Juni 2025 knapp mit 3:2 Stimmen angenommen, trotz erheblicher Gegenwehr, einschließlich einer strengen Warnung des Generalstaatsanwalts von Florida, James Uthmeier, der den Schritt als verfassungswidrig bezeichnete.
Wahlen verschieben: Die Beweggründe der Stadt
Das Hauptargument für diese Verzögerung ergibt sich aus dem Bestreben, Kommunalwahlen mit landesweiten Wettbewerben in Einklang zu bringen und so möglicherweise die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Kommissar Damian Pardo, der Sponsor der Maßnahme, hat mutig vorhergesagt, dass die Abstimmung mit größeren Wahlen die Wahlbeteiligung von lediglich 10–15 % auf beeindruckende 60 % steigern könnte. Diese Begründung fand Unterstützung bei den Kommissaren Christine King und Ralph Rosado, die auch die erhöhte Wahlbeteiligung als entscheidenden Vorteil der Verschiebung hervorhoben.
Doch nicht alle waren überzeugt. Es wurden Bedenken hinsichtlich der Fairness einer Verlängerung der Amtszeit aktueller Beamter um ein weiteres Jahr geäußert, was zu Vorwürfen führte, dass dies möglicherweise die demokratischen Grundsätze gefährden könnte. Kommissar Miguel Gabela schlug vor, ein Referendum zu organisieren, um den Wählern in dieser Angelegenheit ein Mitspracherecht zu geben, während Kommissar Joe Carollo warnte, dass diese Entscheidung zu einer geringeren Beteiligung an Stichwahlen führen könnte.
Rechtliche Herausforderungen und mögliche Ergebnisse
Wie berichtet von Miami Today Nachrichten Die erste Lesung der Verordnung fand Anfang Juni statt, wobei die Kommission trotz klarer Warnungen vor möglichen rechtlichen Auswirkungen beschloss, voranzukommen. Der Staatsanwalt von Miami, George Wysong, behauptete, dass die Verordnung mit dem Gesetz Floridas im Einklang stehe, das eine Anpassung der Kommunalwahlen und eine Verlängerung der Wahlperioden erlaube. Allerdings bleibt die Skepsis unter den Staatsoberhäuptern groß. Gouverneur Ron DeSantis hat die Verordnung öffentlich kritisiert und darauf hingewiesen, dass sie gegen die Amtszeitbeschränkung verstößt, und warnte vor rechtlichen Schritten, falls sie in Kraft treten sollte.
Es kommt zu rechtlichen Herausforderungen, als der Bürgermeisterkandidat Emilio González am 30. Juni offiziell die Klage einreichte und argumentierte, dass es verfassungsmäßige Rechte verletze, den Wählern das Recht zu entziehen, ihre Vertreter zu wählen. Gemäß der aktuellen Verordnung wird es im Jahr 2025 zwar weiterhin Abstimmungen über Satzungsänderungen oder Referenden geben, es wird jedoch keine Kandidatenrennen geben. Stattdessen werden nun sowohl die Bürgermeister- als auch die Kommissionswahlen auf das Jahr 2026 verschoben, was Unsicherheit über die nächsten Schritte im Zuge der Weiterentwicklung der rechtlichen Ergebnisse hinterlässt.
Die Gesetzgebungslandschaft in Florida
In Florida gelten bereits strenge Anforderungen an lokale Abstimmungsmaßnahmen. Interessanterweise erfordern die Wahlprozesse in Miami die Unterschriften von 10 % der bei den letzten allgemeinen Kommunalwahlen registrierten Wähler, um eine Änderung herbeizuführen, wie in dargelegt Stimmzettel. Diese Nuance im Gesetz erhöht die Komplexität noch weiter, während Einwohner und Beamte mit den Folgen der verschobenen Wahlen zurechtkommen.
Während sich der Staub legt, bleiben die drohenden Fragen bestehen: Wie wird sich dieser Rechtsstreit entwickeln und werden die Einwohner von Miami ihr Recht, ihre Beamten rechtzeitig zu wählen, zurückfordern? Es steht viel auf dem Spiel und die Augen der Gemeinschaft – und des Staates – sind auf die bevorstehenden Entwicklungen fixiert.