Floridas Solarindustrie steht vor dem Zusammenbruch: Arbeitsplätze durch neues Steuergesetz gefährdet
Floridas Solarindustrie ist mit Unsicherheiten konfrontiert, da neue Gesetze des Senats Steuergutschriften und Arbeitsplätze gefährden und sich auf das Wachstum sauberer Energie auswirken.

Floridas Solarindustrie steht vor dem Zusammenbruch: Arbeitsplätze durch neues Steuergesetz gefährdet
Ab dem 1. Juli 2025 bereitet sich die Solarindustrie Floridas auf mögliche Umwälzungen vor, nachdem in Washington ein neuer Gesetzesentwurf vorgelegt wurde, der darauf abzielt, Initiativen für saubere Energie neu zu gestalten. Der US-Senat hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die 25D-Steuergutschrift für Hausbesitzer, die Solarmodule auf Dächern nutzen, bis zum Jahresende abschaffen könnte. Dies ist nicht nur eine kleine Änderung; Branchenexperten gehen davon aus, dass dies langfristige Auswirkungen auf die Solarenergie im Sunshine State haben könnte.
Der Gesetzentwurf sieht auch eine neue Steuer auf Solar- und Windprojekte vor, die nach 2027 effektiv eingeführt werden soll. Diese hat jedoch einen Haken: Projekte müssen komplexe Anforderungen an die Lieferkette im Zusammenhang mit chinesischen Komponenten bewältigen. Branchenführer schlagen Alarm, dass diese Veränderungen zu Arbeitsplatzverlusten führen und das Wachstum der Solarenergie in Florida behindern könnten. Da Energieversorgungsunternehmen die Grundtarife erhöhen und damit die Stromkosten für die Verbraucher in die Höhe treiben, wird der Bedarf an erschwinglichen Optionen für saubere Energie immer wichtiger.
Gesetzgebungslandschaft
Der Gesetzesentwurf, der als „One Big Beautiful Bill“ bezeichnet wird, hat bei den Befürwortern der Branche für Stirnrunzeln gesorgt. Die Gesetzgeber kämpfen gegen die Zeit, um die Einzelheiten vor dem Feiertag am 4. Juli festzulegen. Während einige Fraktionen innerhalb der Republikanischen Partei ihre Meinung zu bestimmten Punkten des Gesetzentwurfs äußern, bleibt das übergeordnete Ziel klar: Steuersenkungen für wohlhabende Amerikaner und Unternehmen auszugleichen.
Lokale Solarunternehmensbesitzer beziehen Stellung und demonstrieren in Washington gegen das Gesetz. Als Hauptgründe für ihren Widerstand nennen sie den möglichen Verlust von Arbeitsplätzen und die negativen Auswirkungen auf die Energieunabhängigkeit. Darüber hinaus hat die anhaltende Unsicherheit viele Unternehmen dazu gezwungen, ihre Expansionspläne zu überdenken. Allein im Mai wurden landesweit Projekte im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar verworfen.
Besorgnis über Arbeitsplatzverluste
Diese Gesetzgebung könnte die Baubranche besonders hart treffen. Schätzungen der American Clean Power Association deuten darauf hin, dass die Steueränderungen die Belastung der Branche um bis zu 7 Milliarden US-Dollar erhöhen könnten, was zu einem erschreckenden Verlust von fast zwei Millionen Arbeitsplätzen im Handwerk führen könnte, wenn das Gesetz in seiner jetzigen Form angenommen wird. Angesichts dieser drohenden Vorhersagen ist es kein Wunder, dass Branchenführer den Gesetzentwurf als das möglicherweise arbeitsplatzvernichtendste Gesetz in der Geschichte der USA betrachten.
Neben den auslaufenden Steuergutschriften sieht der Gesetzentwurf auch vor, die Gutschriften für Elektrofahrzeuge bis zum 30. September abzuschaffen, was die Situation für Befürworter erneuerbarer Energien noch komplizierter macht. Kritiker des Gesetzes, darunter Mitglieder der US-Handelskammer, warnen davor, dass die Besteuerung der Energieproduktion nur dazu führen wird, die Strompreise für Verbraucher in die Höhe zu treiben.
Die weiteren Implikationen
Über die Grenzen Floridas hinaus schlägt der Gesetzentwurf des Senats erhebliche Änderungen der Bundeseinkommensteuergutschriften für Initiativen für saubere Energie vor, insbesondere für solche, die auf ausländische Komponenten angewiesen sind. Die Wirtschaftlichkeit von Solar- und Windprojekten könnte sich drastisch verändern und möglicherweise über 300 Gigawatt geplanter erneuerbarer Projekte gefährden, was fast 450 Milliarden US-Dollar an Infrastrukturinvestitionen entspricht. Große Akteure im Bereich der erneuerbaren Energien wie NextEra Energy und Enphase spüren bereits die Krise, da die Aktionäre negativ auf die Aussichten des Gesetzentwurfs reagieren.
Mehrere Bestimmungen im Gesetzentwurf des Senats bieten durchaus Raum für Beruhigung. Entwickler von Batteriespeichern und Null-Emissions-Projekten können sich immer noch über volle Anrechnungen freuen, wenn ihr Bau vor 2034 beginnt. Dennoch bleibt die allgemeine Stimmung für bevorstehende Projekte düster, insbesondere für solche, die 2028 oder später beginnen und für die keine Steuergutschriften mehr in Frage kommen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zwar einiges zu sagen gibt, was den Gesetzgebungsfortschritt betrifft, die Auswirkungen dieses Gesetzesvorschlags könnten sich jedoch deutlich auf Floridas Solarindustrie und die breitere Landschaft sauberer Energie im ganzen Land auswirken. Da sich Arbeitsplatzverluste und steigende Energiekosten abzeichnen, haben Einwohner Floridas und Branchenführer allen Grund, informiert zu bleiben und sich für ein günstigeres Ergebnis einzusetzen.
Die Diskussion über saubere Energie ist noch lange nicht vorbei, und da die Frist am 4. Juli näher rückt, bleibt abzuwarten, wie die Gesetzgeber mit diesen umstrittenen Themen umgehen werden. Im Moment ist eines klar: Es steht viel auf dem Spiel und sowohl lokale Unternehmen als auch Verbraucher müssen wachsam bleiben.
Weitere Informationen zu den möglichen Auswirkungen der vorgeschlagenen Gesetzgebung finden Sie unter Tampa Bay Times, NBC Miami, Und Stroock & Stroock & Lavan LLP.