Ermittlungen gegen Vizebürgermeister von Vero Beach wegen Pride-Veranstaltung eingeleitet
Der Generalstaatsanwalt von Florida ermittelt gegen die Vizebürgermeisterin von Vero Beach, Linda Moore, wegen einer LGBTQ-Pride-Veranstaltung, da Bedenken hinsichtlich der Exposition von Kindern bestehen.

Ermittlungen gegen Vizebürgermeister von Vero Beach wegen Pride-Veranstaltung eingeleitet
In einer bemerkenswerten Wendung der Ereignisse steht das Restaurant Kilted Mermaid in Vero Beach, das der Vizebürgermeisterin Linda Moore gehört, nach einer umstrittenen LGBTQ-Pride-Veranstaltung am 29. Juni unter Beobachtung. Die von Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier geleitete Untersuchung hat zu einer Vorladung für verschiedene Aufzeichnungen im Zusammenhang mit der Veranstaltung geführt, die als „alle Altersgruppen willkommen“ angepriesen und als „Pride Tea Dance“ bezeichnet wurde. Uthmeier behauptet, bei der Veranstaltung seien „erwachsene, sexualisierte Darsteller vor Kindern“ aufgetreten, was Alarm wegen möglicher Verstöße gegen staatliches Recht auslöst.
Die Behörden suchen nach einer Reihe von Dokumenten, darunter Gästelisten, Reservierungsprotokolle, Überwachungsaufnahmen und Verträge, in denen die beteiligten Künstler identifiziert werden. Moore wird voraussichtlich am 8. August in einem Gerichtssaal in Tampa erscheinen, um sich mit den Untersuchungen des Staates zu befassen. Als Reaktion auf den zunehmenden Druck bekundete sie nachdrücklich ihre Absicht, nicht von ihrem Amt zurückzutreten, und bekräftigte auf einer öffentlichen Versammlung: „Nein, ich werde nicht zurücktreten. Das wird nicht passieren. Ich liebe diesen Job“, obwohl durch die Ermittlungen Forderungen nach ihrem Rücktritt angeheizt wurden.
Unterstützung und Gegenreaktion
Moore ist seit fünf Jahren ohne Zwischenfälle Gastgeber dieser Pride-Veranstaltung, doch die jüngsten Entwicklungen haben eine heftige Debatte in der Community entfacht. Unterstützer von Moore argumentieren, dass die Gegenreaktion gegen sie und die Meerjungfrau im Kilt politisch aufgeladen zu sein scheint und darauf abzielt, die Repräsentation von LGBTQ+ zu untergraben. Auslöser der Untersuchung war eine formelle Beschwerde von Jennifer Pippin von Moms for Liberty Indian River County, die der Meinung ist, dass Moore seines Amtes enthoben werden sollte.
Der Florida Protection of Children Act – oft als „Drag-Show-Verbot“ bezeichnet – der von Gouverneur Ron DeSantis befürwortet wurde und darauf abzielt, Veranstaltungsorte zu bestrafen, die Kindern die Teilnahme an „Live-Auftritten für Erwachsene“ ermöglichen, wirft einen langen Schatten auf diesen Vorfall. Obwohl die Gesetzgebung Drag-Shows nicht ausdrücklich erwähnt, haben ihre Auswirkungen weitreichende rechtliche Herausforderungen ausgelöst. Ein bemerkenswerter Fall betraf das Restaurant Hamburger Mary’s in Orlando, das argumentierte, dass das Gesetz gegen die First Amendment-Rechte verstoße. Diese Klage erhielt Unterstützung von einem aus drei Richtern bestehenden Gremium des 11. Berufungsgerichts, das die einstweilige Verfügung eines Untergerichts gegen das Gesetz bestätigte und das Gericht zur weiteren Prüfung zurückverwies.
Kommende Veranstaltungen und Community-Reaktionen
Angesichts dieser Turbulenzen wirbt die Kilted Mermaid bereits für eine weitere LGBTQ+-Veranstaltung, die für den 27. Juli geplant ist und auf Teilnehmer ab 18 Jahren beschränkt sein wird. Die Situation hat zu einer Kakophonie der Meinungen innerhalb der Gemeinschaft geführt, die eine breitere nationale Diskussion über LGBTQ+-Rechte und gesellschaftliche Normen widerspiegelt. Während die gekilte Meerjungfrau ihren Moment im Rampenlicht erlebt, befindet sich Vero Beach an der Schnittstelle von Stolz, Politik und öffentlichem Aufschrei und wirft drängende Fragen zu Inklusion, Meinungsfreiheit und der Zukunft von LGBTQ+-Veranstaltungen in Florida auf.