Hausbesitzer in Florida setzen auf Kunstrasen: Vor- und Nachteile und ein neues Gesetz!

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Ein neues Gesetz in Florida erlaubt Kunstrasen auf Wohngrundstücken, was Umweltbedenken und Bedenken von Hausbesitzern aufwirft.

A new Florida law allows synthetic turf on residential properties, raising environmental concerns and homeowner considerations.
Ein neues Gesetz in Florida erlaubt Kunstrasen auf Wohngrundstücken, was Umweltbedenken und Bedenken von Hausbesitzern aufwirft.

Hausbesitzer in Florida setzen auf Kunstrasen: Vor- und Nachteile und ein neues Gesetz!

In jüngster Zeit hat ein neues Gesetz in Florida für viel Aufregung über die Verlegung von Kunstrasen in Wohnvierteln gesorgt. Diese Gesetzgebung verbietet es Kommunalverwaltungen, Kunstrasen in bestimmten Einfamilienhäusern zu verbieten, und ebnet damit den Weg für Hausbesitzer, die erwägen, ihre traditionell gepflegten Rasenflächen gegen eine modernere Option auszutauschen. Jason Kruse, außerordentlicher Professor für Rasenwissenschaft am Institute of Food and Agricultural Sciences (UF/IFAS) der University of Florida, hat sich intensiv mit den Auswirkungen dieses Trends auf die Umwelt befasst und sowohl die Vor- als auch die Nachteile synthetischer Alternativen beleuchtet.

Entsprechend Mainstreet Daily News Kunstrasen erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Hausbesitzern, die sich vor allem wegen seiner pflegeleichten und wassersparenden Eigenschaften überzeugen. Kruse weist jedoch darauf hin, dass diese positive Wahrnehmung oft eher durch Marketing als durch gründliche, langfristige Forschung geprägt ist. In einem detaillierten Vergleich stellten er und seine Kollegen fest, dass Kunstrasen zwar einige Annehmlichkeiten bietet, wie z. B. kein Mähen oder Jäten, aber dennoch einen hohen Pflegeaufwand erfordert. Hausbesitzer müssen den Rasen regelmäßig abspülen, um Haustierabfälle zu beseitigen und Gerüche fernzuhalten, insbesondere in der drückenden Hitze Floridas.

Der Reiz von Kunstrasen

Die Menschen finden Kunstrasen aus mehreren Gründen attraktiv. Es bleibt das ganze Jahr über üppig und grün, ohne dass Düngung oder Bewässerung erforderlich ist – eine attraktive Funktion für alle, die Bewässerungskosten sparen möchten, insbesondere in dürregefährdeten Gebieten. Außerdem wird der Bedarf an chemischen Behandlungen minimiert, was insbesondere für Familien mit Kindern und Haustieren eine sicherere Umgebung schaffen kann. Auch die Haltbarkeit von Kunstrasen spielt eine Rolle: Er hält starkem Fußgängerverkehr stand und bietet gleichzeitig eine gleichmäßige und ebene Oberfläche – ideal für Sportbegeisterte.

  • Year-Round Green Appearance: No brown patches during dry spells.
  • Water Conservation: Reduces usage by up to 70%, saving about 55,000 gallons annually.
  • Durability: Maintains integrity for 15-20 years.
  • Lower Maintenance: Eliminates mowing, weeding, and fertilizing.

Dennoch wäre es unklug, die Nachteile zu ignorieren. Kunstrasen kann bei direkter Sonneneinstrahlung Temperaturen von bis zu 160 Grad erreichen, was ihn zu einem Hotspot für Kinder und Haustiere macht. Auch die Auswirkungen auf die Umwelt sorgen für Aufregung: Das Regenwasser wird nicht absorbiert, was dazu führen kann, dass Regenwasser stärker abfließt und möglicherweise Schadstoffe in örtliche Wasserstraßen transportiert. Als UF IFAS weist darauf hin, dass Kunstrasen im Gegensatz zu Naturrasen, der als Filtersystem für Wasser fungiert und die lokale Tierwelt unterstützt, diese wichtigen Ökosystemleistungen nicht erbringen kann.

Kosten abwägen

Reden wir also über Dollar und Cent. Die anfänglichen Kosten für die Installation von Kunstrasen können astronomisch hoch sein und zwischen 5 und 15 US-Dollar pro Quadratfuß liegen, was die Kosten für Naturrasen in den Schatten stellt, die normalerweise zwischen 50 Cent und 1,50 US-Dollar pro Quadratfuß schwanken. Auch die jährlichen Wartungskosten unterscheiden sich erheblich. Während Kunstrasen nur minimalen Unterhalt erfordert – von 25 Cent bis 1 US-Dollar pro Quadratfuß – kostet Naturrasen zwischen 10 Cent und 50 Cent pro Quadratfuß. Trotz dieser Kosten könnten einige Hausbesitzer feststellen, dass sich Kunstrasen auf lange Sicht auszahlt, insbesondere unter schwierigen klimatischen Bedingungen.

Kruse betont jedoch, dass die Lebensdauer von Kunstrasen auf 10 bis 20 Jahre begrenzt ist und oft auf Mülldeponien landet, wo die Zersetzung Jahrhunderte dauern kann. Dies stellt jedes Nachhaltigkeitsnarrativ auf den Kopf. Darüber hinaus kann die durch Kunstrasen erzeugte harte Oberfläche zum Wärmeinseleffekt beitragen und trägt nicht zur Verbesserung der Bodengesundheit bei, wie dies bei Naturrasen der Fall wäre.

Überlegungen für Hausbesitzer

Bei der Entscheidungsfindung möchten Hausbesitzer möglicherweise einen Schritt zurücktreten und sorgfältig nachdenken. Auch wenn Kunstrasen wie eine praktische Lösung für einen pflegeleichten Rasen klingt, bietet er nicht die ökologischen Vorteile einer lebendigen Landschaft. Ein gut gepflegter Naturrasen kann allein durch die Pflege des ihn umgebenden Ökosystems zahlreiche Vorteile bieten, z. B. Temperaturregulierung, Regenwasserfilterung und sogar Schädlingsbekämpfung. Reisemann betont auch, dass Kunstrasen im Gegensatz zu seinem natürlichen Gegenstück nicht in der Lage ist, Wildtiere zu unterstützen.

Die Wahl zwischen Kunstrasen und Naturrasen ist mehr als nur ästhetischer Natur. Es geht darum, sich an ökologischen Grundsätzen und der Gesundheit der Gemeinschaft zu orientieren. Hausbesitzer sollten all diese Faktoren sorgfältig abwägen, bevor sie ihre natürliche grüne Optik gegen einen synthetischeren Glanz eintauschen.

Quellen: