Escambia-Schulen verbieten über 400 Bücher: Was steckt hinter der Kontroverse?

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Die Schulbehörde des Escambia County verbietet über 400 Bücher, was in Florida zu Einschränkungen bei Schulbibliotheken führt und eine Debatte über Zensur entfacht.

Escambia County's school board bans over 400 books, leading Florida in school library restrictions, igniting debate on censorship.
Die Schulbehörde des Escambia County verbietet über 400 Bücher, was in Florida zu Einschränkungen bei Schulbibliotheken führt und eine Debatte über Zensur entfacht.

Escambia-Schulen verbieten über 400 Bücher: Was steckt hinter der Kontroverse?

In einem bemerkenswerten Schritt hat die Schulbehörde des Escambia County einstimmig dafür gestimmt, über 409 Titel aus Schulbibliotheken zu verbannen, wodurch der Bezirk zum Spitzenreiter bei Buchverboten in ganz Florida wird. Diese Aktion folgt einer vom Staat veröffentlichten Liste, wobei die verbotenen Bücher aus den Regalen bleiben, es sei denn, der Superintendent Keith Leonard bittet um individuelle Genehmigungen für ihre Rückgabe. Die Entscheidung spiegelt einen erheblichen Wandel in der Politik des Bezirks in Bezug auf Unterrichtsmaterialien wider, mit Auswirkungen, die sowohl Schüler als auch Eltern betreffen.

Das jüngste Verbot hat aufgrund seines weitreichenden Umfangs Aufmerksamkeit erregt – 253 der verbotenen Titel waren zuvor weder angefochten noch entfernt worden. Die meisten dieser Werke richten sich mit Erlaubnis der Eltern an Gymnasiasten oder Mittelschüler, wobei nur 17 Bücher aus Grundschulen entfernt wurden. Bemerkenswert ist, dass einige der Grundtitel, darunter „Antiracist Baby“ und „Christian the Hugging Lion“, noch nie vor Herausforderungen gestanden hatten, was bei Befürwortern der Bildungsfreiheit für Stirnrunzeln sorgte.

Aufsehen erregende Zensur

Zu den bemerkenswerten Werken, die aus den Regalen der Bibliothek entfernt wurden, gehören Klassiker und zeitgenössische Favoriten. Auf der Liste von Escambia County stehen bekannte Titel wie „The Handmaid’s Tale“ von Margaret Atwood, „Slaughterhouse-Five“ von Kurt Vonnegut und 47 Werke von Stephen King, der die Zensurbemühungen offen kritisiert hat. Darüber hinaus umfasst die Liste viele Titel mit LGBTQ+-Themen und Diskussionen zu Geschlecht und Sexualität, wie aus einem Bericht von hervorgeht AP-Nachrichten. Auch Bücher wie „All Boys Aren’t Blue“ von George Johnson und „Gender Queer“ von Maia Kobabe wurden unter die Lupe genommen.

Der Vorstand verzichtete zuvor auf ein Prüfungsverfahren durch einen Ausschuss und entschied sich stattdessen dafür, Bücher, die als „pornografisch“ galten, ohne Abstimmung zu entfernen. Dies stellt eine deutliche Abkehr vom eher deliberativen Prozess dar, der umfassendere Diskussionen über Bildungsinhalte ermöglichte. Infolgedessen tauchten rechtliche Herausforderungen auf, und Organisationen wie PEN America und Penguin Random House gingen gegen Escambia County vor, weil der Zugang zu Büchern eingeschränkt wurde.

Das größere Bild

Der Kontext hinter diesen Veränderungen ergibt sich nicht nur aus lokalen Dynamiken – er spiegelt einen breiteren nationalen Trend in Florida wider, wo der Staat landesweit führend bei der Entfernung von Büchern aus Schulbibliotheken ist. Kritiker der Verbote argumentieren, dass die Einschränkung des Zugangs zu unterschiedlichen Stimmen und Perspektiven die Freiheit der Schüler untergräbt, zu lesen und sich auf vielfältige Erfahrungen einzulassen. Das Bildungsministerium von Florida ist mit der Zusammenstellung und Berichterstattung über gesperrte Bücher beauftragt, aber jüngste Gesetzesänderungen haben es den Eltern ermöglicht, eine aktivere Rolle bei anspruchsvollen Schulbibliotheksmaterialien zu spielen.

Experten und Pädagogen betonen die inhärenten Risiken einer derart weit verbreiteten Zensur und weisen darauf hin, dass sie die schulische Entwicklung von Schülern behindern könnte. Während sich die Kurse auf das nächste Jahr vorbereiten, sind einige der verbotenen Bücher Pflichtlektüre für weiterführende Kurse auf College-Niveau, was bedeutet, dass sie zur Prüfung durch den Vorstand zurückgegeben werden müssen. Superintendent Leonard hat den Wunsch geäußert, die Verfahren für Ausnahmen zur Wiederherstellung verschiedener Titel zu beschleunigen, aber die Auswirkungen dieses kürzlichen generellen Verbots bleiben abzuwarten.

Die jüngsten Entwicklungen haben eine leidenschaftliche Debatte innerhalb der Gemeinschaft entfacht, da Eltern, Pädagogen und Befürworter die Rolle der Schulen bei der Gestaltung des Lehrplans diskutieren. Was sagt es in einer Zeit, in der der Austausch von Ideen wichtiger denn je ist, über unser Bildungssystem aus, wenn so viele Stimmen zum Schweigen gebracht werden? Als Forschung von PEN Amerika Wie die Studie zeigt, betrifft das Verbot zahlreiche angesehene Autoren, von Toni Morrison bis Judy Blume, sodass viele über die Zukunft der literarischen Freiheit in Florida nachdenken müssen.

Im weiteren Verlauf der Situation bleibt klar, dass die Entfernung dieser Bücher heftige Reaktionen hervorgerufen hat und wahrscheinlich weiterhin Diskussionen unter den Interessengruppen im Bildungssektor anregen wird.

Quellen: