Landwirte in Florida kämpfen gegen neue Regeln, die kleine Geflügelunternehmen zerstören könnten
Landwirte im Escambia County sehen sich neuen FDACS-Vorschriften für den Geflügelverkauf gegenüber, was Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf kleine Unternehmen und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher aufkommen lässt.

Landwirte in Florida kämpfen gegen neue Regeln, die kleine Geflügelunternehmen zerstören könnten
Auf den üppigen Feldern im Nordwesten Floridas sind kleine Geflügelzüchter mit einem möglichen Sturm konfrontiert. Vorgeschlagene Änderungen des Florida Department of Agriculture and Consumer Services (FDACS) in Bezug auf den Verkauf von Geflügel könnten die Arbeitsweise dieser Produzenten verändern. Die neuen Regeln würden „gekleidetes Geflügel“ neu definieren und von den Landwirten verlangen, Hühner mit intakten Köpfen, Füßen und inneren Organen zu verkaufen. Diese Verschiebung hat bei den örtlichen Bauern, die um ihre Existenz fürchten, Besorgnis geweckt.
„Es ist einfach nicht praktikabel“, sagt Linda Glenny, eine kleine Geflügelproduzentin. Der Vorschlag weicht von den USDA-Standards ab, die derzeit den Verkauf ganzer Vögel ohne Kopf, Organe und Füße erlauben. So wie es aussieht, könnte sich die vorgeschlagene Regelung negativ auf Landwirte auswirken, die jährlich 20.000 oder weniger Vögel verarbeiten, sodass sie sich mit der Anpassung ihrer Abläufe abmühen müssen oder das Risiko eingehen, Kunden zu verlieren. Darüber hinaus werden größere kommerzielle Geflügelunternehmen diese Vorschriften weiterhin umgehen und so den Kleinerzeugern Salz in die Wunden streuen.
Heimatfarmen am Abgrund
Der wachsende Trend, im Nordwesten Floridas Hühner zu Hause zu züchten und zu verkaufen, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Landwirte benötigen in der Regel eine staatlich begrenzte Genehmigung für die Geflügel- und Eierzucht, die es ihnen ermöglicht, unter Einhaltung bestimmter Gesundheitsstandards direkt an Verbraucher zu verkaufen. Die sich ändernde Definition für zubereitetes Geflügel gab jedoch Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich des Überlebens dieser kleinen Betriebe. Kritiker sagen, die neue Regelung würde Kunden abschrecken, die zubereitete Hähnchen ohne Kopf und Innereien bevorzugen.
Charles Swartz, ein Landwirt mit 250 Legehennen, Enten und Truthähnen in Century, teilte diese Bedenken und wies darauf hin, dass die Regelung die Kunden abschrecken könnte. „Das ist unhygienisch und unlogisch“, argumentierte er. Um Hühner weiterhin auf eine als akzeptabel erachtete Weise zuzubereiten, benötigen Kleinbauern derzeit eine höhere Lebensmittelverarbeitungsgenehmigung, was mit Kosten und Anforderungen vergleichbar ist, mit denen große kommerzielle Erzeuger konfrontiert sind. Für viele ist dies eine finanzielle Unmöglichkeit.
Inmitten des Aufruhrs besteht FDACS-Sprecher Aaron Keller darauf, dass es ein Missverständnis bezüglich der vorgeschlagenen Regelung gegeben habe. Sie sind dabei, es auf der Grundlage von Rückmeldungen neu zu formulieren und planen, eine öffentliche Anhörung anzukündigen, um die Überarbeitungen zu diskutieren. Landwirte werden aufgefordert, sich an der Diskussion zu beteiligen, die nach Ablauf der öffentlichen Kommentierungsfrist stattfinden wird. Die Änderungen betreffen in erster Linie diejenigen, die direkt bei örtlichen Bauernhöfen einkaufen, während die Käufer von Lebensmittelgeschäften davon nicht betroffen sind.
Herausforderungen im Bereich Lebensmittelsicherheit und Regulierung
Der Drang nach diesen Veränderungen ist nicht unbegründet, insbesondere angesichts der jüngsten USDA-Initiativen, die sich auf die Lebensmittelsicherheit konzentrieren. Wie Reason berichtet, zielt das USDA darauf ab, Salmonellen bei Geflügel zu reduzieren, indem es während der Weihnachtszeit auf bestimmte hochvirulente Serotypen abzielt. Diese vorgeschlagene Regel schafft jedoch den Rahmen für Herausforderungen, da kleinere Fleischverarbeiter mit erheblichen Compliance-Kosten rechnen müssen, die größere Unternehmen wie Tyson und Perdue leichter tragen können.
Daher könnten viele kleinere Geflügelverarbeiter darüber nachdenken, die Akzeptanz von Hühnern durch Kleinbauern zu stoppen. Dieser Wandel wirft drängende Fragen zur Zukunft der lokalen Lebensmittelsysteme und der Lebensmittelsicherheit auf. Ohne eine ausgewogene Regulierung könnten Kleinbauern aus einem Markt verdrängt werden, den sie mit aufgebaut haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die sich entwickelnde Landschaft der Geflügelregulierung in Florida Kleinbauern vor ein ernstes Dilemma stellt. Bei der Umsetzung dieser vorgeschlagenen Regeln steht das Schicksal vieler lokaler landwirtschaftlicher Betriebe auf dem Spiel, abhängig von den Entscheidungen der FDACS und ihrer Verpflichtung, auf die Stimmen der Betroffenen zu hören. Die öffentliche Anhörung zu der neu formulierten Regelung könnte ihre beste Gelegenheit sein, einen Mittelweg zu finden, der die Vitalität der kleinen Geflügelfarmen in Florida erhält und gleichzeitig der Notwendigkeit der Lebensmittelsicherheit Rechnung trägt.