Der Oberste Gerichtshof von Florida bestätigt die umstrittene Karte des Kongressbezirks
Der Oberste Gerichtshof von Florida bestätigte am 17. Juli 2025 neue Kongresspläne und entschied gegen Anfechtungen von Stimmrechtsgruppen.

Der Oberste Gerichtshof von Florida bestätigt die umstrittene Karte des Kongressbezirks
Der Oberste Gerichtshof von Florida hat sich kürzlich zu einem umstrittenen Thema geäußert und die Kongresspläne des Staates entschieden bestätigt. In einem am 17. Juli verkündeten Urteil lehnte das Gericht Anfechtungen gegen den ehemaligen Kongressbezirk 5 ab, einen Bezirk, der sich von Jacksonville bis Tallahassee erstreckt und in dem zahlreiche schwarze Gemeinden leben. Diese Entscheidung ist in der laufenden Debatte über Gerrymandering und den Schutz des Stimmrechts von Bedeutung.
Die Kläger, zu denen auch Black Voters Matter gehörte, machten geltend, dass der Plan zur Neuverteilung des Kongresses für 2022 ungerechtfertigt sei und schwarze Wähler daran hindern würde, Kandidaten ihrer Wahl zu wählen. Sie argumentierten, dass diese neue Karte gegen den Fair Districts Amendment verstößt, eine Maßnahme, die 2010 eingeführt wurde, um eine faire Vertretung bei Wahlen in Florida sicherzustellen. Dennoch entschied das Gericht in einer 5:1-Entscheidung, dass die Aufrechterhaltung des alten Bezirks eine Ausweisung aus rassistischen Motiven erforderlich gemacht hätte, was nach Ansicht des Obersten Richters Carlos Muñiz gegen die Gleichbehandlungsklausel des 14. Verfassungszusatzes verstößt. Entsprechend WTXL In der Stellungnahme wurde betont, dass die Kläger es versäumt hätten, die Einhaltung sowohl der Nichtminderungsklausel als auch der Gleichbehandlungsklausel in Nordflorida nachzuweisen.
Die Zusammensetzung des Gerichts und das Urteil
Bemerkenswert ist, dass das aktuelle Urteil des Gerichts eine erhebliche Veränderung seiner Zusammensetzung in den letzten Jahren widerspiegelt. Nachdem sie 2016 noch eine liberale 5:2-Mehrheit hatte, ist sie nach mehreren Ernennungen durch Gouverneur Ron DeSantis zu einer konservativen 6:1-Mehrheit übergegangen. Diese Änderung hat bei Wahlrechtsaktivisten Bedenken hervorgerufen. DeSantis selbst spielte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der neuen Kongressbezirke, da er gegen alternative Vorschläge zur Neuverteilung der Wahlbezirke sein Veto einlegte. Beobachtungen von Palm Beach Post deuten darauf hin, dass die Hinterfragung der Beweggründe hinter diesen Karten im Mittelpunkt der Überlegungen des Gerichts stand.
Der bisherige Inhaber des alten Kongressbezirks 5, der ehemalige US-Abgeordnete Al Lawson, ein schwarzer Demokrat, wurde insbesondere nach der Einführung der neuen Karten durch den amtierenden republikanischen US-Abgeordneten Neil Dunn abgesetzt. Wie das Gericht feststellte, könnte die Absicht hinter den Anpassungen als Versuch angesehen werden, die republikanische Kontrolle in einem Staat zu festigen, in dem demografische Veränderungen in seiner Wählerbasis zu verzeichnen waren.
Zukünftige Auswirkungen und laufende Herausforderungen
Der abweichende Standpunkt von Richter Jorge Labarga verdeutlichte die Brisanz der Angelegenheit und deutete darauf hin, dass der Fall zur weiteren Prüfung an ein Gericht zurückverwiesen werden sollte. Als Yahoo Berichten zufolge bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Vertretung, da derzeit eine weitere rechtliche Anfechtung anhängig ist. Die Gruppe Cubanos Pa’Lante hat ähnliche Vorwürfe gegen den Kongressbezirk 26 in Südflorida erhoben und damit deutlich gemacht, dass die Debatten über eine gerechte Vertretung noch lange nicht abgeschlossen sind.
Diese Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Florida ist ein weiteres Kapitel in der laufenden Saga der Wahlkartenerstellung in den Vereinigten Staaten und unterstreicht das Gleichgewicht zwischen der demografischen Repräsentation und den rechtlichen Rahmenbedingungen, die sie regeln sollen. Ob dieses Urteil zu einem gerechteren Zugang der Wähler in Florida führen wird, bleibt abzuwarten, aber eines ist klar: Die Diskussion über diese Themen wird im lokalen und nationalen Diskurs weiterhin eine große Rolle spielen.