DeSantis verteidigt Alligator Alcatraz inmitten der Kontroverse um die Unterbringung von Migranten
Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, spricht über die Umweltreaktion auf die Flüchtlingseinrichtung „Alligator Alcatraz“ in den Everglades.

DeSantis verteidigt Alligator Alcatraz inmitten der Kontroverse um die Unterbringung von Migranten
Gouverneur Ron DeSantis treibt die Pläne für ein Internierungslager für Einwanderer mit dem Namen „Alligator Alcatraz“ voran, das sich in der Nähe des Dade-Collier Training and Transition Airport in den Everglades in Florida befindet. Dieser mutige Schritt erfolgt inmitten zunehmender Spannungen und Gegenreaktionen von Anwohnern und Umweltschützern. Die Einrichtung soll vorübergehend bis zu 1.000 Einwanderer ohne Papiere beherbergen. Die Behörden deuten auf zukünftige Erweiterungen hin, in denen bis zu 5.000 Menschen untergebracht werden könnten. DeSantis ist entschlossen, Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt auszuräumen und behauptet, dass der Standort in der Vergangenheit genutzt wurde und nur minimale Auswirkungen auf das umliegende Ökosystem haben wird.
Die Initiative wurde von Daniella Levine Cava, der demokratischen Bürgermeisterin von Miami-Dade County, heftig kritisiert und plädiert für eine gründliche Prüfung, bevor sie fortfährt. Cava äußerte Bedenken hinsichtlich der ökologischen Auswirkungen auf die Everglades, die ökologisch empfindlich sind und vor zahlreichen Entwicklungsherausforderungen stehen. Sie hat dazu aufgerufen, die Bauarbeiten zu stoppen, bis weitere Informationen vorliegen, eine Forderung, die in Tallahassee bisher auf taube Ohren gestoßen ist. Tampa Bay Times berichtet, dass erhebliche Bedenken hinsichtlich der Ausweisung des Standorts als Umweltschutzparks bestehen, ein Status, der das Projekt zusätzlich erschwert.
Verteidigung der Entscheidung
In einer kürzlich gehaltenen Ansprache verteidigte Gouverneur DeSantis das Projekt und verwies auf die Dringlichkeitsanordnungen des Staates zur Ausweitung der Haftkapazitäten als Reaktion auf die anhaltenden Herausforderungen bei der Beförderung von Migranten. „Diese Einrichtung wird als Kraftmultiplikator für unsere Bemühungen zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen dienen“, behauptete er, wobei der Schwerpunkt auf der Bereitstellung angemessener Ressourcen für die Strafverfolgung lag. Lokale 10 Nachrichten berichtete, dass der Flughafen, obwohl er von sensiblem Land umgeben sei, seit Jahrzehnten in Betrieb sei, und DeSantis besteht darauf, dass die Unterbringung von Migranten auf zuvor erschlossene Gebiete beschränkt werde.
Insbesondere der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, unterstützt das Vorhaben und vergleicht es mit einer lebenswichtigen Infrastruktur, die bei Katastrophenhilfemaßnahmen genutzt wird. Uthmeier argumentiert, dass die betriebliche Logistik, zu der auch die Abfallentsorgung und die Trinkwasserversorgung gehören, gründlich geplant sei. Dennoch bleiben Umweltschützer skeptisch und fordern die Behörden auf, eine Umweltverträglichkeitsstudie durchzuführen, die bisher übersehen wurde. Der Aktivist Garrett Stuart hat angemerkt, dass stattdessen Land erhalten bleiben sollte, und plädiert für einen Übergang von der Entwicklung zur Nachhaltigkeit, indem das Gebiet in das Nationalreservat eingegliedert wird. WUSF spiegelte diese Ansichten wider und unterstrich die Besorgnis der Gemeinschaft über den Abfluss von Abfällen und die baubedingten Auswirkungen.
Antworten und Reaktionen
Lokale Fraktionen haben gegen die Einrichtung der Einrichtung mobilisiert und die Proteste verdeutlichen die mögliche Umgestaltung der Everglades. Stimmen wie die des Miccosukee-Stammesmitglieds Betty Osceola haben den historischen Kontext in den aktuellen Kampf eingebracht und auf Erfolge beim Schutz dieses Landes in den 1960er Jahren verwiesen. Osceolas Unmut spiegelt eine breitere Stimmung unter indigenen Befürwortern wider, die den Vorschlag als ernsthafte Bedrohung für heilige Länder betrachten. Tampa Bay Times stellt fest, dass frühere Kämpfe gegen die Entwicklung in der Region den aktuellen Einwänden zusätzliches Gewicht verleihen.
Mit einer geschätzten Finanzierung von rund 450 Millionen US-Dollar für das erste Betriebsjahr und einer möglichen Erstattung durch das Shelter and Services Program der FEMA ist das geplante Zentrum nicht ohne finanzielle Auswirkungen. Kritiker bezweifeln weiterhin, dass die Anlage wirklich effizient funktionieren kann, ohne nennenswerte Auswirkungen auf das Everglades-Ökosystem, wie Bürgermeister Levine Cava angesprochen hat. Während sich der Kampf um „Alligator Alcatraz“ entfaltet, sind alle Augen auf die politische Landschaft Floridas und ihren Balanceakt zwischen Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen und Umweltschutz gerichtet.