Dem Bürgermeister von Loja, Franco Quezada, droht die Absetzung wegen Haushaltsverstößen
Der Stadtrat von Loja hat dafür gestimmt, Bürgermeister Franco Quezada wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Transparenzgesetze mit Wirkung zum 26. Juni 2025 aus dem Amt zu entfernen.

Dem Bürgermeister von Loja, Franco Quezada, droht die Absetzung wegen Haushaltsverstößen
In einer bedeutsamen Wende hat der Kantonsrat von Loja dafür gestimmt, Bürgermeister Franco Quezada von seinem Amt zu entfernen. Bei der am 26. Juni 2025 getroffenen Entscheidung stimmte eine entscheidende Mehrheit von neun von elf Ratsmitgliedern für den Antrag auf Absetzung von Quezada, der das Amt seit 2021 innehat. Insbesondere wurde er über die Entscheidung informiert, aber so wie es aussieht, wird er seine Rolle vorerst weiterhin ausüben. Das Rechtsmittel des Bürgermeisters bleibt bestehen, da er innerhalb von drei Arbeitstagen Berufung beim Tribunal Contencioso Electoral (TCE) einlegen kann, wodurch er seine Funktionen zumindest vorübergehend behalten kann.
Entsprechend Primicias Die zugrunde liegenden Gründe für Quezadas Abschiebung liegen in angeblichen Verstößen gegen den Código Orgánico de Organización Territorial, Autonomía y Descentralización (Cootad). Insbesondere wurde in der Abstimmung des Rates auf Artikel 333, wörtlich C, Bezug genommen. Der Antrag, ihn zu entlassen, ging auf Beschwerden zurück, die Ramiro Delgado am 26. Mai eingereicht hatte und die auf anhaltende Unruhen hinsichtlich der Verwaltung kommunaler Ressourcen schließen lassen.
Vorwürfe und Feststellungen
Ein Sonderausschuss wurde gebildet, um Dokumente zu prüfen und Beweise gegen Quezada zu sammeln. Diese Kommission kam zu dem Schluss, dass der Bürgermeister sich nicht an die Resolution CML-017-2024 gehalten hatte, die Transparenz und eine effektive Verwaltung des Gemeindehaushalts vorschreibt. Es wurde auch hervorgehoben, dass sein Umgang mit Haushaltsübertragungen für die Abfallentsorgung gegen die Artikel 257 und 258 des Cootad verstieß. Zu den Befürwortern der Absetzung im Rat gehörten unter anderem Pablo Carrión, Miguel Castillo und Iván Ludeña, die eine breite Koalition gegen Quezada demonstrierten.
Als Reaktion darauf bezeichnete Quezada den gesamten Prozess als „politische Show“, bekräftigte seine Position und bekräftigte seine Absicht, bis zum 24. Mai 2027 als Bürgermeister zu fungieren. Diese dramatische Situation unterstreicht die Herausforderungen der Regierungsführung in Ecuador, einem Land, das für seine dynamische politische Landschaft bekannt ist.
Kontext der Regierungsführung in Ecuador
Ecuador unterliegt einer einheitlichen Präsidialrepublik, wie in der 2008 verabschiedeten Verfassung dargelegt. Der Governance-Rahmen besteht aus drei Zweigen: Exekutive, Legislative und Judikative, wodurch eine Gewaltenteilung gewährleistet ist, um Missbrauch zu verhindern. Dieses System zielt darauf ab, die Bürgerrechte zu schützen, die Rechenschaftspflicht zu fördern und die soziale Gerechtigkeit zu verbessern, mit Bestimmungen für Transparenz auf allen Regierungsebenen, wie von erklärt Generis Online.
In den letzten Jahren hatte Ecuador neben drängenden sozialen Problemen auch mit politischer Instabilität und Korruption zu kämpfen. Der amtierende Präsident Daniel Noboa bewältigt diese Komplexität weiterhin und setzt sich gleichzeitig für Reformen ein, die eine Verbesserung der Transparenz und des Vertrauens der Öffentlichkeit in die Regierungsführung versprechen. Die Situation in Loja dient als Mikrokosmos dieser Herausforderungen und verdeutlicht, wie die lokale Regierungsführung umfassendere nationale Probleme widerspiegeln kann.
Wie wird sich die Dynamik im Kantonsrat in Zukunft entwickeln? Wird Quezadas Berufung zu einem anderen Ergebnis führen oder wird diese Abstimmung den Beginn eines neuen Kapitels in Lojas politischer Erzählung markieren? Die Zeit wird es zeigen, aber vorerst liegt die Aufmerksamkeit weiterhin auf dem Rat und seinen nächsten Schritten.