Key West City Commission gibt grünes Licht für umstrittenes ICE-Abkommen
Die Stadtkommission von Key West stimmt mit 4:2 für die Genehmigung eines 287(g)-Einwanderungsabkommens mit ICE angesichts der Spannungen in der Gemeinde.

Key West City Commission gibt grünes Licht für umstrittenes ICE-Abkommen
In einer hitzigen Sitzung, die fast drei Stunden dauerte, unternahm die Stadtkommission von Key West am 8. Juli 2025 einen entscheidenden Schritt. Mit einer Abstimmung von 4 zu 2 stellte sie ihre Teilnahme am umstrittenen 287(g)-Programm der US-amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) wieder her. Diese Resolution ermöglicht es örtlichen Strafverfolgungsbeamten, Schulungen zu erhalten, um bei Einwanderungsoperationen zu helfen, und hat die Gemeinschaft schnell polarisiert.
Die von Bürgermeisterin Danise Henriquez eingebrachte Resolution stieß in der Öffentlichkeit auf große Besorgnis. Viele Bewohner äußerten Einwände und äußerten ihre Befürchtungen hinsichtlich einer möglichen Erstellung von Rassenprofilen und einem Vertrauensverlust zwischen Einwanderergemeinschaften und den Strafverfolgungsbehörden. Dies folgt auf eine Abstimmung vom 30. Juni, bei der die Kommission mit 6:1 Stimmen eine ähnliche Vereinbarung, die zuvor ohne die entsprechende Zustimmung von Polizeichef Sean Brandenburg unterzeichnet worden war, mit überwältigender Mehrheit ablehnte. Im Anschluss an diese Entscheidung warnte der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, die Stadt vor möglichen rechtlichen Konsequenzen, wenn sie weiterhin Vereinbarungen mit ICE aufkündigen würden, was zu einem nervösen Klima bei den örtlichen Führungskräften führen würde.
Kluft in der Gemeinschaft
Key West ist seit langem ein Leuchtturm für Einwanderer, reich an Vielfalt und kultureller Lebendigkeit. Die jüngste Abstimmung zur Unterstützung des 287(g)-Abkommens hat jedoch die Spaltungen offenbart, die unter den Bewohnern bestehen. Viele Gemeindemitglieder, örtliche Geschäftsinhaber und Kirchenführer argumentieren, dass die 287(g)-Vereinbarung den Ruf und die Sicherheit der Stadt untergräbt. Sie warnten davor, dass dies zu einer Diskriminierung von Einwanderern führen und sowohl der Familieneinheit als auch der lokalen Wirtschaft schaden könnte. Kommentare von Anwohnern, die an dem Treffen teilnahmen, verdeutlichten diese Stimmung, da viele die Kommission anflehten, ihre Haltung gegen die ICE-Zusammenarbeit beizubehalten.
Nur eine Woche zuvor herrschte eine feierliche Atmosphäre, als das Votum der Kommission, die frühere Vereinbarung aufzuheben, mit Standing Ovations bedacht wurde. Diese schnelle Kehrtwende in der Politik lässt viele die Beweggründe hinter den jüngsten Resolutionen in Frage stellen. Einige glauben, dass politischer Druck des Staates und der Wille zur Einhaltung der Vorschriften die Kommission zum Handeln zwingen. Andere interpretieren dies als einen Rückzug aus der bürgerschaftlichen Verantwortung beim Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen und fordern eine Neubewertung der Prioritäten der Stadt.
Was liegt vor uns?
Trotz der Zustimmung zum 287(g)-Abkommen bleibt die Atmosphäre angespannt. Die Stadt muss sich in einer komplexen Landschaft voller möglicher staatlicher Gegenreaktionen zurechtfinden. Einige Mitglieder der Kommission, wie Monica Haskell, argumentierten, dass der Entscheidung der für eine solch bedeutende Änderung erforderliche Konsens fehlte, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Mitglieder an der Sitzung aus der Ferne teilnahmen. Haskell forderte eine Verschiebung der Abstimmung bis zur Lösung eines von South Miami eingeleiteten Rechtsstreits gegen die 287(g)-Vereinbarung. Der Änderungsantrag wurde jedoch entschieden abgelehnt, was die Spaltungen zwischen den Stadtführern deutlich machte.
Während Key West mit diesen eskalierenden Spannungen zu kämpfen hat, könnten die Auswirkungen des jüngsten 287(g)-Abkommens einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie lokale Gemeinschaften mit ähnlichen einwanderungsbezogenen Problemen umgehen. Die Polizei wird ICE nur noch unter bestimmten Bedingungen unterstützen, was bedeutet, dass viele Einwohner möglicherweise eine Mischung aus Erleichterung und Frustration verspüren, da sie wissen, dass die Rechte von Einwanderern angesichts der erzwungenen politischen Änderungen weiterhin gefährdet sind.
Die Stimmen der Bewohner von Key West finden weiterhin großen Nachhall und betonen die Bedeutung der Einheit der Gemeinschaft und des Widerstands gegen potenziell schädliche Maßnahmen. Es bleibt abzuwarten, ob die Stadt diese konkurrierenden Interessen in Einklang bringen und gleichzeitig die Rechte aller ihrer Einwohner respektieren kann. Während örtliche Wirtschaftsführer und Kirchengruppen sich im Protest vereinen, wird deutlich, dass die Debatte über das Herz und die Seele von Key West gerade erst begonnen hat.
Weitere Einzelheiten zu diesen Entwicklungen finden Sie in den Artikeln von Florida-Politik, VisaVerge, Und Lokale 10 Nachrichten.