Hurrikan-Prognosen gefährdet: Unterbrechung wichtiger Satellitendaten angekündigt
Wetterexperten warnen vor einer verringerten Genauigkeit der Hurrikanvorhersage, da das US-Verteidigungsministerium wichtige Satellitendaten kürzt.

Hurrikan-Prognosen gefährdet: Unterbrechung wichtiger Satellitendaten angekündigt
Wetterexperten schlagen Alarm, während das US-Verteidigungsministerium sich darauf vorbereitet, kritische Daten, die eine wichtige Rolle bei der Hurrikanvorhersage spielen, abzuschneiden. Ab dem 30. Juni wird die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die Aufnahme, Verarbeitung und Verbreitung wichtiger Informationen von drei Satelliten des Verteidigungsministeriums stoppen, sodass viele über die Auswirkungen auf die laufende Hurrikansaison besorgt sind. Boston Herald berichtet, dass diese Daten, insbesondere vom Special Sensor Microwave Imager Sounder (SSMIS), entscheidend für das Verständnis der Struktur und Intensität von Stürmen sind, insbesondere während der Nacht, wenn direkte Beobachtungen selten sind.
Warum ist das wichtig? Der Verlust von Mikrowellendaten könnte dazu führen, dass Hurrikane nicht genau verfolgt werden oder ihre Intensität unterschätzt wird. Da Stürme aufgrund des Klimawandels immer häufiger und heftiger werden, ist die Möglichkeit schwerwiegender Fehleinschätzungen bei Prognosen zutiefst besorgniserregend. Experten betonen, dass die anhaltenden Kürzungen die verfügbaren Daten verschlechtert haben, was Auswirkungen auf Millionen von Menschen haben wird, die in hurrikangefährdeten Gebieten leben.
Auswirkungen auf Hurrikanvorhersagen
Während die Hurrikansaison voranschreitet, ist die Kürzung der Mikrowellendaten so, als würde man den Prognostikern den Boden unter den Füßen wegziehen. Herkömmliche Satellitenbilder bieten nur begrenzte Einblicke, insbesondere wenn sich über offenem Wasser Stürme bilden. Die plötzliche Ankündigung des Verteidigungsministeriums hat viele überrascht, darunter auch Beamte des National Hurricane Center, die sich nun bemühen, sich an fehlende Daten zu gewöhnen, die oft bei der Identifizierung schneller Intensivierungsereignisse helfen. Entsprechend Lokal 10, erhöht diese Verringerung der Genauigkeit das Risiko einer „Sonnenaufgangsüberraschung“, bei der Stürme möglicherweise nicht ausreichend gemeldet werden, bis sie sich über Nacht verstärkt haben.
Das Defense Meteorological Satellite Program liefert traditionell etwa die Hälfte der für Vorhersagen verwendeten Mikrowellendaten. Derzeit sind die Beamten besorgt über das erhöhte Risiko, Stürme falsch einzuschätzen und die Intensität von Hurrikanen falsch einzuschätzen. Für Gemeinden entlang gefährdeter Küstenlinien könnten diese Vorhersageungenauigkeiten den Weg für gefährliche Situationen ebnen.
Breiterer Kontext der Datenverfügbarkeit
Obwohl die NOAA Hurrikane weiterhin über verschiedene Satelliten überwacht, stellt der Verlust dieser speziellen Satelliten einen erheblichen Rückschlag dar. Die NOAA setzt eine Reihe von Satellitensystemen ein, beispielsweise die GOES-R-Serie, die eine kontinuierliche Überwachung und zeitnahe Aktualisierung von Unwettern ermöglicht. Wie besprochen von Der nationale Umweltsatelliten-, Daten- und Informationsdienst der NOAA Der Advanced Baseline Imager (ABI) spielt eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Einblicken in die Sturmentwicklung. Obwohl dieses System hilfreich ist, kann es den Verlust durch die Satelliten des Verteidigungsministeriums jedoch nicht vollständig decken.
Mit der kürzlichen Einführung der Weather System Follow-on Microwave (WSF-M) im April 2024 gibt es einige Hoffnung auf zukünftige Datenverfügbarkeit, aber derzeit sind diese Daten noch nicht zugänglich. Wenn Prognostiker in die Zukunft blicken, müssen sie sich mit einem eingeschränkten Werkzeugkasten auseinandersetzen und geben ihr Bestes, um in einem immer schwieriger werdenden Umfeld Vorhersagen zu treffen.
Die Realität ist einfach: Das plötzliche Ende wichtiger Mikrowellendaten ist eine alarmierend schlechte Nachricht für die Hurrikanvorhersage. Da die Hurrikansaison 2025 bereits im Gange ist und die klimatischen Bedingungen die Stürme verstärken, könnte für Gemeinden, die auf genaue Vorhersagen angewiesen sind, nicht mehr auf dem Spiel stehen. Während die Uhr auf den Stichtag am 30. Juni zuläuft, rückt der Countdown für mögliche Herausforderungen immer näher.