Tesla droht vor dem Prozess eine Klage wegen tödlichem Autopilot-Absturz in Florida
Tesla steht in Florida vor einer Klage nach einem tödlichen Unfall mit Autopilot, der Bedenken hinsichtlich Sicherheits- und Konstruktionsmängeln aufkommen lässt.
Tesla droht vor dem Prozess eine Klage wegen tödlichem Autopilot-Absturz in Florida
Die verschärfte Prüfung des Autopilot-Systems von Tesla erschüttert weiterhin die Automobilwelt, wobei die jüngsten Entwicklungen auf tragische Vorfälle mit Tesla-Fahrzeugen zurückzuführen sind. Ein Fall, der kürzlich für Aufsehen gesorgt hat, ereignete sich in Key Largo, Florida, wo eine Klage wegen eines tödlichen Unfalls mit einem Model S weitergeführt wird, nachdem ein Bundesrichter Teslas Antrag auf Abweisung abgelehnt hatte.
Am 27. Juni 2025, Berichte von MarketScreener enthüllte, dass die US-Bezirksrichterin Beth Bloom dem Nachlass von Naibel Benavides Leon erlaubt hat, Ansprüche gegen Tesla wegen Konstruktionsmängeln und unterlassener Warnung vor den mit dem Autopiloten verbundenen Gefahren fortzusetzen. Diese Entscheidung geht auf einen tragischen Vorfall am 25. April 2019 zurück, als George McGee sein Model S mit etwa 100 km/h fuhr. Er prallte gegen einen geparkten Chevrolet Tahoe, was zu schweren Verletzungen seines Beifahrers Dillon Angulo und zum Tod von Benavides Leon führte, der durch den Aufprall erstaunliche 23 Meter weit geschleudert wurde.
Gerichtsverfahren und Argumente
Trotz McGees Eingeständnis unsicheren Fahrens wies Richter Bloom darauf hin, dass dieses Eingeständnis Tesla nicht von der Verantwortung entbindet, insbesondere da McGee erwartete, dass der Autopilot eine solche Kollision verhindern würde. Die von den Klägern vorgelegten Beweise betonten, dass Mängel im Autopilot-System ein „wesentlicher Faktor“ für die daraus resultierenden Verletzungen seien, was den Richter dazu veranlasste, Ansprüche wegen unterlassener Vorwarnung zuzulassen. Behauptungen über Herstellungsmängel und fahrlässige Falschdarstellung wurden jedoch abgewiesen, was den Schwerpunkt des Prozesses, der am 14. Juli beginnen soll, einschränkte.
Diese rechtlichen Auseinandersetzungen spiegeln einen breiteren Trend bezüglich der Autopilot-Technologie von Tesla wider. Nur wenige Tage vor dem Urteil in Florida wurde darüber berichtet USA heute dass Tesla mit einer weiteren Klage im Zusammenhang mit einem Unfall mit einem 2024 Model S konfrontiert war, das mit Autopilot- und Full Self-Driving-Funktionen ausgestattet war. In diesem am 23. Juni eingereichten Fall geht es um den tragischen Tod von David Dryerman, seiner Frau Michele und ihrer Tochter Brooke, die bei einem Unfall ums Leben kamen, der auf angebliche Konstruktionsfehler des Fahrzeugs zurückzuführen war. In der Beschwerde wird vor allem argumentiert, dass das Model S von der Fahrspur abgekommen sei und keine Notbremsung durchgeführt habe, was die rechtlichen Herausforderungen hervorhebt, mit denen Tesla beim Nachweis der Sicherheit und Zuverlässigkeit seiner selbstfahrenden Technologie konfrontiert ist.
Weitere Implikationen für Tesla
Diese Reihe von Vorfällen trägt zu mehreren Herausforderungen bei, mit denen Tesla in Bezug auf sein Autopilot-System konfrontiert ist. Ein weiterer kürzlich außergerichtlich beigelegter Fall betrifft einen Unfall im Jahr 2018 in San Francisco, bei dem ein Fahrer kurzzeitig die Kontrolle über seinen Tesla verlor, während er mit seinem iPhone spielte. Der Fahrer starb und hinterließ eine Witwe und zwei Kinder, was weitere Fragen darüber aufwarf, wie Tesla seine Technologie vermarktet. Die Höhe des Vergleichs bleibt unbekannt, unterstreicht jedoch die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Darstellung der Fähigkeiten von Autopilot im Vergleich zu seiner tatsächlichen Funktionalität. Kritiker argumentieren, dass Tesla die Fähigkeiten seines Autopilot-Systems überbewertet hat, ein Gefühl, das durch frühere Aussagen von CEO Elon Musk verstärkt wurde, in denen er behauptete, es sei „wahrscheinlich besser“ als menschliche Fahrer.
Angesichts dieser Rechtsstreitigkeiten ermittelt die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) aktiv gegen Tesla wegen möglicher Verkehrsverstöße im Zusammenhang mit seinem Robotaxi-Programm. Berichte über unberechenbares Verhalten dieser Fahrzeuge verstärken nur die Probleme des Unternehmens, da es versucht, sich in der rechtlichen Landschaft rund um autonome Fahrtechnologie zurechtzufinden.
Während Tesla sich auf die bevorstehenden Gerichtstermine vorbereitet, beobachten die Autoindustrie – und die Öffentlichkeit – aufmerksam. Angesichts der Verluste an Menschenleben und der erheblichen öffentlichen Aufmerksamkeit könnte der Ausgang dieser Fälle nicht nur für Tesla, sondern für den gesamten Markt autonomer Fahrzeuge einen Präzedenzfall schaffen. Werden die anhaltenden Enthüllungen ausreichen, um die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu verändern? Nur die Zeit wird es zeigen.