Stuarts PFAS-Klage-Blues: Erwarteter Vergleich sinkt auf 28 Millionen US-Dollar!
Stuart, Florida, sieht sich geringeren Erwartungen gegenüber einer 100-Millionen-Dollar-Klage gegen 3M wegen PFAS-Wasserverschmutzung gegenüber, die jetzt auf unter 28 Millionen US-Dollar geschätzt wird.
Stuarts PFAS-Klage-Blues: Erwarteter Vergleich sinkt auf 28 Millionen US-Dollar!
Während die Stadt Stuart, Florida, auf die Lösung ihrer Klage gegen 3M Co. wartet, sieht sie sich in einer gedämpfteren finanziellen Lage als zunächst erhofft. Die Stadt hatte ein Ziel von über 100 Millionen US-Dollar aus dem Vergleich, der aus einer Klage aus dem Jahr 2018 im Zusammenhang mit der Verunreinigung von Trinkwasser mit „ewigen Chemikalien“ oder perfluorierten und polyfluorierten Substanzen (PFAS) resultierte. Leider deuten aktuelle Schätzungen darauf hin, dass Stuart möglicherweise weniger als 28 Millionen US-Dollar erhält meldet TCPalm.
Der Rechtsstreit der Stadt begann, als 2016 in mehreren Trinkwasserbrunnen von Stuart PFAS entdeckt wurden, was zur Schließung von drei Brunnen und erheblichen Infrastrukturinvestitionen führte. Um die Gesundheitsrisiken zu mindern, investierte Stuart in eine Umkehrosmoseanlage im Wert von 28,1 Millionen US-Dollar, die im Mai 2024 in Betrieb ging und den PFAS-Gehalt erheblich auf nicht nachweisbare Bereiche senkte. Darüber hinaus wird die Kontamination in zwei Feuerwachen auf Löschschaum zurückgeführt, der diese schädlichen Chemikalien enthielt.
Verzögerungen und Herausforderungen
Die derzeitige Verzögerung bei der Festlegung des Vergleichsbetrags ist auf ein laufendes Insolvenzverfahren und eine Anfechtung durch eine kalifornische Gruppe zurückzuführen. Obwohl der Vergleich mit 3M dringend benötigte Mittel bereitstellen wird, ist es wichtig zu beachten, dass er nicht einem Haftungseingeständnis des Unternehmens gleichkommt. Parallel dazu hat 3M Pläne angekündigt, die Herstellung von „Ewig-Chemikalien“ bis Ende 2025 einzustellen, ein Schritt, den viele als einen längst überfälligen Schritt zur Abhilfe ansehen.
Im weiteren Kontext ist Stuarts Fall nur einer von vielen, da Gemeinden im ganzen Land mit der PFAS-Kontamination zu kämpfen haben. Beispielsweise hat Tampa Bay Water, das 2,6 Millionen Einwohner in drei Landkreisen versorgt, kürzlich aufgrund seiner eigenen Klagen gegen 3M und E.I. einen Vergleich in Höhe von 21,7 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Du Pont de Nemours Co. Vor einem Bundesgericht führte Tampa Bay Water ab 2020 einen Rechtsstreit, ein proaktiver Ansatz, der letztendlich zu einer höheren Auszahlung führte WUSF-Berichte.
Steigende Gesundheitsbedenken
Die Bedenken rund um PFAS sind alles andere als trivial. Diese synthetischen Chemikalien, die seit fast 80 Jahren häufig in Haushaltsprodukten verwendet werden, werden mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, darunter bestimmte Krebsarten, Leberschäden und sogar hoher Cholesterinspiegel. Jüngste Tests im Hillsborough County ergaben leicht erhöhte Werte dieser Chemikalien, was die Dringlichkeit effektiver Filtersysteme im Trinkwasser unterstreicht.
Da Wasserversorger vor einer Frist stehen, um bis 2031 die gesetzlichen Grenzwerte des Bundes von 4 Teilen pro Billion für PFAS im Trinkwasser einzuhalten, ergreifen Gemeinden wie Stuart und Tampa Bay Water Maßnahmen, um diese Herausforderungen anzugehen. Mittel aus gerichtlichen Vergleichen können die Filterbemühungen erheblich unterstützen, was im Kampf gegen diese hartnäckigen Schadstoffe von entscheidender Bedeutung ist.
Die Situation in Stuart dient als Mikrokosmos eines nationalen Problems und verdeutlicht die dringende Notwendigkeit sowohl einer Sensibilisierung der Gemeinschaft als auch robuster Sanierungsstrategien. Während die Bewohner auf Klarheit über den Ausgang des Rechtsstreits warten, bleibt die Hoffnung bestehen, dass die aus diesen Erfahrungen gewonnenen Erkenntnisse zu einer saubereren und sichereren Wasserzukunft führen werden.