Prof. Nicolucci tritt der ICCU bei: Ein Aufschwung für Italiens Kulturerbe
Prof. Roberto Nicolucci tritt dem ICCU-Beirat bei und fördert das kulturelle Erbe Italiens durch Bibliothekskoordinierung und Digitalisierungsbemühungen.

Prof. Nicolucci tritt der ICCU bei: Ein Aufschwung für Italiens Kulturerbe
In einer bedeutenden Entwicklung für die italienische Kulturlandschaft wurde Prof. Roberto Nicolucci zum Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Istituto Centrale per il Catalogo Unico delle Biblioteche Italiane (ICCU) ernannt. Diese Ernennung erfolgte auf Empfehlung von Kulturminister Alessandro Giuli und wurde mit der Ministerin für Universität und Forschung, Senatorin Anna Maria Bernini, koordiniert, wie von berichtet Il Mattino.
Die ICCU spielt eine wesentliche Rolle bei der Förderung und Erhaltung der italienischen Kultur. Als öffentliche Einrichtung koordiniert und verwaltet sie den Katalog des Nationalbibliotheksdienstes (SBN) und widmet sich der Verbesserung der Katalogisierung, Inventarisierung und Digitalisierung des bibliografischen und dokumentarischen Erbes in Bibliotheken in ganz Italien. Auf diese Weise stellt die ICCU sicher, dass die in Staats- und Privatbibliotheken aufbewahrten Kulturschätze nicht nur erhalten, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Kulturelle Bewahrung und digitaler Zugang
Die Aufgabe der Katalogisierung geht weit über die bloße Organisation von Büchern hinaus. Die ICCU entwickelt aktiv Programme, Studien und Initiativen zur Förderung einer kulturreicheren Gesellschaft. Es trägt zur Aufwertung und Verbreitung des in Bibliotheken aufbewahrten kulturellen Erbes bei und fördert so ein tieferes Verständnis der historischen und literarischen Landschaften Italiens. Tatsächlich sind die Bemühungen des Instituts von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung eines nationalen Bibliotheksdienstsystems, das den Zugang und die Nutzung kultureller Ressourcen für alle Bürger garantiert und so zum lebendigen Kulturteppich Italiens beiträgt.
Die Generaldirektion für Bibliotheken und Urheberrecht des Kulturministeriums spielte eine entscheidende Rolle bei der Förderung dieser kulturellen Mission. Seit Ende der 1990er Jahre leitet es Initiativen, die sich auf die Kenntnis und Aufwertung des digitalisierten Kulturerbes in italienischen Bibliotheken konzentrieren. Wie berichtet von Biblioteca Angelica Das Kultur-Internetportal wurde geschaffen, um einen integrierten Zugang zu den Beständen verschiedener italienischer Bibliotheken zu ermöglichen. Es präsentiert sowohl Kataloge als auch digitale Schätze und ist damit eine wertvolle Ressource für Forscher und die Öffentlichkeit gleichermaßen.
Der Nationalbibliotheksdienst
Wenn wir uns eingehender mit der betrieblichen Seite befassen, stellt der Nationalbibliotheksdienst (Servizio Bibliotecario Nazionale – SBN) ein Netzwerk von Bibliotheken dar, die eine entscheidende Rolle bei der Vereinheitlichung der fragmentierten Bibliotheksressourcen Italiens spielen. Das von der ICCU koordinierte und vom Ministerium für kulturelles Erbe, Aktivitäten und Tourismus unterstützte SBN hat sich zu einem wichtigen Netzwerk entwickelt. Bibliotheken von staatlichen Institutionen bis hin zu lokalen Bibliotheken und Universitätsbibliotheken beteiligen sich an diesem Kooperationsrahmen und stellen so sicher, dass sie Ressourcen und Routinen gemeinsam nutzen.
Die Einrichtung des SBN war besonders wichtig, da es Bibliotheken in lokalen Hubs gruppierte und durch automatisierte Verfahren einen nahtlosen Dienstleistungsfluss ermöglichte. Dies war sowohl für Bibliotheksfachleute als auch für die Öffentlichkeit von Vorteil, da es die Ressourcenfragmentierung verringert und die Zugänglichkeit verbessert. Darüber hinaus hat das seit 1992 in Betrieb befindliche SBN-Indexsystem es Benutzern erleichtert, eine Fülle von Materialien in verschiedenen Bibliotheken zu entdecken und darauf zuzugreifen.
Als bemerkenswertes Merkmal fördert das SBN-System die gemeinsame Katalogisierung, sodass Bibliotheken bibliografische Daten voneinander nutzen können, was zu effizienteren und optimierten Abläufen führt. Seit seiner Gründung hat SBN erhebliche Fortschritte bei der Verbindung verschiedener Bibliotheken gemacht und dadurch die Zusammenarbeit auf breiter Front gestärkt. Tatsächlich hat die Integration der Technologie in diese Bibliotheken ihre Fähigkeit, der Öffentlichkeit zu dienen, erheblich verbessert.
Italien hat das Glück, engagierte Persönlichkeiten wie Prof. Nicolucci zu haben, die neue Erkenntnisse und Fachwissen in die ICCU einbringen können. Während das Institut seine Arbeit zur Förderung, Bewahrung und Digitalisierung des reichen kulturellen Erbes Italiens fortsetzt, besteht kein Zweifel daran, dass die Ernennung solch qualifizierter Personen der Kulturlandschaft des Landes großen Nutzen bringen wird.