University of Michigan repatriiert Überreste von 10 amerikanischen Ureinwohnern

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Die University of Michigan wird am 17. Juli 2025 die Überreste von zehn amerikanischen Ureinwohnern an Stämme in Florida und Oklahoma zurückführen.

The University of Michigan will repatriate remains of 10 Native Americans to tribes in Florida and Oklahoma on July 17, 2025.
Die University of Michigan wird am 17. Juli 2025 die Überreste von zehn amerikanischen Ureinwohnern an Stämme in Florida und Oklahoma zurückführen.

University of Michigan repatriiert Überreste von 10 amerikanischen Ureinwohnern

Das Museum of Anthropological Archaeology der University of Michigan ist auf dem Weg der Heilung und Versöhnung, während es sich darauf vorbereitet, die Überreste von zehn amerikanischen Ureinwohnern zusammen mit acht Grabbeigaben an den Seminole-Stamm von Florida, die Seminole-Nation von Oklahoma und den Miccosukee-Indianerstamm zurückzugeben. Dieser bedeutende Rückführungsprozess wird am 17. Juli beginnen, nachdem im Juni eine Bestandsaufnahme bei der Bundesregierung eingereicht wurde. Die fraglichen Überreste wurden zwischen 1931 und 1963 aus Grabstätten in Florida ausgegraben. Zu den zurückgegebenen Artefakten gehören Spiralmuscheln, Tonscherben und Tierknochenfragmente, die alle von kultureller Bedeutung sind.

Bemerkenswert ist, dass es sich bei den identifizierten Überresten um zwei Männer und acht Personen handelt, deren Geschlecht nicht geklärt werden kann. Mehrere Personen waren über 30 Jahre alt und eine Person war zum Zeitpunkt des Todes zwischen 40 und 55 Jahre alt. Es ist ein überzeugender Schritt, der die längst überfällige Anerkennung der Geschichte und Kultur der amerikanischen Ureinwohner unterstreicht.

Indigene Rechte und Bundesmandate

Diese Rückführung basiert auf dem 1990 erlassenen Native American Graves Protection and Repatriation Act (NAGPRA), der die respektvolle Rückgabe menschlicher Überreste und Kulturgüter der amerikanischen Ureinwohner an ihre jeweiligen Stämme vorschreibt. Das Gesetz betont, dass Überreste jeglicher Abstammung mit Würde und Respekt behandelt werden müssen. Als NPS Umrisse zufolge besteht das Ziel von NAGPRA darin, den Dialog zwischen Museen und Indianerstämmen zu fördern und gleichzeitig die Komplexität des Rückführungsprozesses zu berücksichtigen.

NAGPRA basiert auf dem Prinzip, dass Artefakte und Überreste, die aus Bundes- oder Stammesgebieten entfernt wurden, rechtmäßig im Besitz direkter Nachkommen, Indianerstämme und Organisationen der hawaiianischen Ureinwohner sind. Dieser rechtliche Rahmen unterstützt den Rückführungsprozess, verlangt jedoch von den Stämmen, dass sie die Rückgabe ihres kulturellen Erbes offiziell und schriftlich beantragen.

Der Weg zur Rückführung

Als Detroit-Nachrichten Berichten zufolge verfügt das Museum der University of Michigan über die 25. größte Sammlung nicht repatriierter Überreste amerikanischer Ureinwohner im Land. Da nun mehr als die Hälfte seiner Überreste und 22 % seiner Grabbeigaben zur Rückführung verfügbar sind, erkennt das Museum an, wie wichtig es ist, die Beziehungen zu den Gemeinschaften der amerikanischen Ureinwohner neu zu gestalten.

Allerdings ist der Rückführungsprozess nicht ohne Herausforderungen. Im Durchschnitt kann die Fertigstellung etwa 18 Monate bis zwei Jahre dauern, eine Dauer, die aufgrund begrenzter Personalressourcen auf beiden Seiten – Stämmen und Museen gleichermaßen – verlängert werden kann. Im letzten Jahr beteiligten sich der Seminole Tribe of Florida und die Seminole Nation of Oklahoma an einer groß angelegten Rückführung aus den Museen der University of Alabama, bei der über 10.000 menschliche Überreste beteiligt waren.

Vor uns liegende Anstrengungen und Herausforderungen

Wie von bemerkt das Innenministerium Die Einhaltung der NAGPRA war ermutigend, aber noch lange nicht vollständig. Weniger als die Hälfte der Überreste amerikanischer Ureinwohner wurden seit Inkrafttreten des Gesetzes zurückgeführt. Über 117.576 Personen befinden sich noch immer in verschiedenen Sammlungen und 94 % weisen keinerlei kulturelle Zugehörigkeit auf.

Die Aktualisierung der Vorschriften und die Verbesserung des Rückführungsprozesses sind von entscheidender Bedeutung. Die Abteilung hat seit 2010 zahlreiche Anfragen nach Änderungen an NAGPRA erhalten, was einen fortlaufenden Dialog darüber widerspiegelt, wie man den Respekt vor kulturellen Bräuchen am besten mit den praktischen Realitäten der Rückführung in Einklang bringen kann. Die bevorstehenden vorgeschlagenen Überarbeitungen sollen den Prozess weiter rationalisieren, und die Bemühungen unterstreichen weiterhin die entscheidende Bedeutung der Würdigung indigener Vermächtnisse.

Die bevorstehende Rückführung stellt einen wichtigen Schritt zur Anerkennung der historischen Ungerechtigkeiten dar, denen die Indianerstämme ausgesetzt waren, und legt den Grundstein für eine erneuerte Beziehung zwischen Bildungseinrichtungen und indigenen Gemeinschaften. Während sich diese Reise entfaltet, dient sie als Erinnerung daran, dass es immer etwas zu sagen gibt, unsere gemeinsame Vergangenheit zu respektieren – jedes zurückgegebene Stück ist ein tiefgreifender Akt der Heilung.

Quellen: