Florida schlägt inmitten von Gegenreaktionen die erste Schwarzbärenjagd seit einem Jahrzehnt vor

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Angesichts wachsender Bevölkerungsbedenken und öffentlicher Debatten schlägt Florida seine erste Bärenjagdsaison seit einem Jahrzehnt ab dem 6. Dezember 2025 vor.

Florida proposes its first bear hunting season in a decade starting December 6, 2025, amid growing population concerns and public debate.
Angesichts wachsender Bevölkerungsbedenken und öffentlicher Debatten schlägt Florida seine erste Bärenjagdsaison seit einem Jahrzehnt ab dem 6. Dezember 2025 vor.

Florida schlägt inmitten von Gegenreaktionen die erste Schwarzbärenjagd seit einem Jahrzehnt vor

Da Florida mit einer wachsenden Schwarzbärenpopulation konfrontiert ist, hat die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) die erste Bärenjagdsaison seit einem Jahrzehnt vorgeschlagen. Diese bedeutende Entscheidung fällt, da die Schwarzbärenpopulation auf schätzungsweise 4.300 angewachsen ist, eine erstaunliche Erholung von nur 1.200 in den 1990er Jahren. Die vorgeschlagene Jagdsaison, die ab dem 6. Dezember 23 Tage dauern soll, wartet auf ihre Genehmigung bei der bevorstehenden Sitzung der Kommission im August, hat jedoch bereits erhebliche Debatten unter Anwohnern und Naturschützern ausgelöst. Tallahassee.com berichtet, dass in der East Panhandle Bear Hunting Zone 68 Jagdmarken verfügbar sein würden, ein Teil von insgesamt 187 landesweit. Weitere Zonen sind die North Zone mit 46 Tags, die Central Zone mit 18 Tags und die South Florida Zone, die Teile der Countys Lee, Collier und Hendry abdeckt und über 55 Tags verfügt.

Kritiker der Jagd verweisen auf eine erhebliche öffentliche Gegenreaktion. Umfragen zufolge sind zwischen 75 und 81 % der Einwohner Floridas mit der Entscheidung nicht einverstanden. Viele Bewohner, darunter auch Tierschützer, drängen auf nichttödliche Methoden zur Bewältigung der Interaktion zwischen Mensch und Bär. Der FWC hat argumentiert, dass die Jagd ein notwendiger Schritt zur Kontrolle der Bärenpopulation und zur Eindämmung potenziell gefährlicher Begegnungen zwischen Bären und Menschen sei. Derzeit bewohnen Floridas Bären über 50 % des Bundesstaates, ein bemerkenswerter Anstieg gegenüber nur 17 % im Jahr 1994. Diese Expansion unterstreicht die Notwendigkeit wirksamer Managementstrategien angesichts steigender Zahlen.

Balance zwischen Wildtieren und menschlicher Sicherheit

Die Diskussionen rund um diese geplante Bärenjagd sind eng mit der Wildtiermanagementpolitik Floridas verknüpft. Das FWC betont, dass sein Ansatz „stark reguliert und äußerst konservativ“ sei und darauf abzielt, sicherzustellen, dass die Jagd die Bärenpopulationen respektiert, insbesondere da im Dezember Bärenweibchen und ihre Jungen Höhlen bilden. Interessierte Jäger müssen eine Erlaubnis für 5 US-Dollar beantragen. Erfolgreiche Antragsteller für eine Aufenthaltsgenehmigung kosten 100 US-Dollar und Nichtansässige zahlen 300 US-Dollar. Jäger müssen außerdem ihre Tötungen innerhalb von 24 Stunden dem FWC melden und nach der Tötung sofort ihre Jagdmarken anbringen.

Es ist erwähnenswert, dass Floridas Schwarzbär, der als Unterart des Amerikanischen Schwarzbären klassifiziert wird, eine bemerkenswerte Erholung erlebt hat. Das Wiederaufleben des Bären, der 2012 von der Liste der staatlich bedrohten Arten gestrichen wurde, ist eine gefeierte Erfolgsgeschichte im Naturschutz. Allerdings bekämpft der Staat mit dieser neuen Population auch zunehmende Konflikte zwischen Bären und Menschen, die viele darauf zurückführen, dass Menschen Lebensmittel und Müll, die diese Tiere anlocken, unsachgemäß lagern. MyFWC.com weist darauf hin, dass die Jagd den im Jahr 2015 festgelegten Regeln folgen wird und Praktiken wie das Anlocken von Ködern, das Jagen von Müttern mit Jungen und das gezielte Anvisieren von Jungen über 100 Pfund verbieten werden. Die Lehren aus der Jagd im Jahr 2015 sind vielen Befürwortern noch im Gedächtnis geblieben, da die Jagd bereits nach zwei Tagen endete und 295 Bären getötet wurden, darunter einige säugende Mütter, wodurch verwaiste Junge zur Welt kamen.

Zukünftige Überlegungen

Obwohl der FWC darauf besteht, die Bärenpopulation durch Jagd zu bewirtschaften, bleiben viele in der Gemeinde skeptisch. In jüngsten Diskussionen wurden auch Alternativen hervorgehoben, wie die Einführung bärensicherer Mülleimer und die Verbesserung der öffentlichen Aufklärung zum Thema Bärensicherheit als wirksamere Methoden zur Reduzierung von Konflikten zwischen Menschen und Bären. Die vor uns liegende Herausforderung ist klar: Wie lässt sich die öffentliche Meinung mit der anhaltenden Verantwortung des Wildtiermanagements in Einklang bringen? Immer mehr Bären äußern ihre Besorgnis nicht nur über die geplante Jagd, sondern auch über die umfassenderen Auswirkungen auf die Artenvielfalt und die Sicherheit der Gemeinschaft in Florida, da immer mehr Bären in städtische Gebiete wandern. Flabaranimals weist darauf hin, dass der FWC die Präferenzen der Öffentlichkeit berücksichtigen muss, Bildung und nichttödliche Managementtechniken als mögliche Lösungen hervorheben und gleichzeitig die reichen Jagdtraditionen des Staates würdigen muss.

Da die Kommissionssitzung im August näher rückt, könnte die Entscheidung bezüglich der Jagd einen Präzedenzfall für künftige Wildtiermanagementstrategien in Florida schaffen. Da fast die Hälfte der Schwarzbärenlebensräume des Bundesstaates inzwischen mit menschlichen Populationen integriert sind, wird die Suche nach einem ausgewogenen Ansatz für das Zusammenleben für die Tierwelt und die Gemeinschaften unseres Bundesstaates von entscheidender Bedeutung.

Quellen: